Et glou et glou et glou…

8 octobre, 2007

Weinfest in Meersburg am Bodensee

Landeskunde war immer schon verbunden mit dem Themenseminar für junge Deutsche und Franzosen im September im Schülerheim Wasserburg und der Auswertungstagung der Animateure von BILD/GüZ. Ein findiger Animateur (war es Marc?) hat vor vielen Jahren mal das Weinfest in Meersburg entdeckt und als willkommenen Ausflug sowohl für die auswertenden Animateure wie auch die hart arbeitenden Seminaristen organisiert. Das erste mal muß gleich ein „voller“ Erfolg gewesen sein, denn das Weinfest hat mittlerweile einen festen Platz in der Septemberplanung im Schülerheim.

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Und so pilgern auch immer wieder ehemalige Animateure, Formateure und anderweitig dem Schülerheim Verbundene am 2. Wochenende im September an den Bodensee um den goldenen Tropfen der Hagnauer, Meersburger und anderer badischer Winzer zu verkosten. Schlechtes Wetter tut dem keinen Abbruch. So auch diesesmal: der Sommer war dieses Jahr nicht wirklich sonnig. Ende August schien er sich dann endgültig mit einer ausgedehnten Schlechtwetterfront verabschieden zu wollen. Aber zum Weinfest kam noch einmal die Sonne heraus und bescherte uns allen ein schönes Herbstwochenende am See!

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Traditionell nutzen die Seminaristen den Ausflug zu einem ausgedehnten Abstecher nach Konstanz und/oder zur Insel Mainau. So auch dieses Jahr. Am Abend treffen sich dann alle in Meersburg wieder, die Seminaristen müde und mit breitgelaufenen Füßen, die Animateure frisch ausgeruht nach einer entspannenden Kreuzfahrt mit dem Linienschiff über den Bodensee.

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Treffen am Hafen

Nach einer ersten Orientierungsphase am Hafen von Meersburg ziehen dann alle zielstrebig steil bergan zum Weinfest in die Altstadt. Es gibt keine Eintrittskarten zu kaufen, aber „Eintrittsgläser“. Ohne diese hätte man ja auch ein Problem, die vielen Weinsorten zu probieren, die von den örtlichen Winzern an den Ständen angeboten werden. Nun kann man sich 0,1-Liter-weise durchprobieren, oder aber – so wie es erfahrene Weinfestbesucher machen – gleich eine Flasche kaufen und so vom Mengenrabatt profitieren. Wie die Clochards, die Flasche in der einen Hand, das Glas in der anderen, zieht dann die Gruppe durch die engen Gassen. Zwiebelkuchen, heiße Seelen, Gesottenes und Gebratenes lockt an den Ständen. Im Gedränge hat man bald die Gruppe aus den Augen verloren.

Foto vom Eingangsbereich

Der Abend wird noch lang. Nach einer soliden Grundlage kreisen die Flaschen und die verschiedenen Sorten werden durchprobiert. Neu ist dieses Jahr der Prosecco aus Bodenseeanbau. Nach und nach sammeln sich alle an Tischen und Bänken auf dem Schloßplatz. Früher hatte hier der Tanzboden gestanden, aber der hat anscheinend einem größeren Angebot an Tischen und Bänken weichen müssen. Nach dem langen Tag tut’s auch gut, hier zu verweilen.

Platz in Meersburg

Zum Glück ist es trocken geblieben heute. Das Weinbaumuseum mit dem alten Torgel ist nämlich geschlossen. Die anderen Jahre konnte man dort in den alten Kellergewölben auch bei Regenwetter ein trockenes Plätzchen finden und – um dem landeskundlichen Anspruch zu genügen - altes Liedgut pflegen. Im Wein vereint wurden dann deutsche und französische Trinklieder angestimmt und es tönte durch die Gewölbe … „Et glou et glou et glou … il est de nôtre, il a but son verre comme les autres …“

Platz Ringelpietz mit Anfassen

Für 23:45 Uhr ist der Bus für die Rückfahrt bestellt. Heute viertel vor zwölf am Fährhafen, nicht morgen um halb eins! In der Vergangenheit hat es den Busfahrern schon des öfteren Probleme bereitet, „morgen 0:30 Uhr“ richtig zuzuordnen, so daß auch schon mal längere Wartezeiten angefallen sind und der Bus erst nach hartnäckigen telefonischen Rückfragen beim Busunternehmer zu nachtschlafener Zeit angerückt kam. Dieses Jahr war der Bus pünktlich, allerdings stand er nicht dort, wo wir ihn erwartet hatten. Die Zeit bis ihn jemand etwas abseits auf der Wartespur für die Fähre nach Konstanz entdeckt hat, vertrieben sich einige mit übermütigem Ringelpietz mit Anfassen …

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Die Rückfahrt nach Wasserburg war unspektakulär. Ich erinnere mich an andere Jahre, wo der Bus mehrmals unterwegs anhalten mußte, um allzu menschlichen Bedürfnissen nachzugeben …
Der Ausklang des Abends fand dann in wohlbekannter Harmonie an der Bar im Schülerheim statt.

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